8. Mai:
Morgens fahren wir bis zur Mosseman Gorge, wo wir den Regenwald-Rundweg machen, für den wir ungefähr eineinhalb Stunden brauchen. Plus Zeit zum hin und zurück laufen. Normalerweise kann man hier im Fluss baden, aber es schüttet ohne Ende und der Fluss wurde mehr zu einem reißenden, braunen Strom. Bevor wir weiter fahren nutze ich noch die Möglichkeit auf der Toilette des Mosseman Gorge Infocenters zu duschen. Danach geht es weiter Richtung Cape Tribulation. Da der Regen aber noch schlimmer wird und man kaum noch etwas sieht, entscheiden wir uns nicht bis Cape Tribulation zu fahren, uns das Geld für die Fähre zu sparen und uns schonmal auf den Weg zurück nach Brisbane zu machen. Als wir zurück in Mosseman sind ist das Wetter wieder besser und wir kochen auf einem Parkplatz Mittagessen und schließen endlich unsere Autoversicherung ab. Danach geht es 650 Kilometer weiter durch die australische Pampa bis nach Charters Towers. Unterwegs halten wir ein paar Mal zum Tanken und Einkaufen an oder weil eine Kuh auf der Straße steht, oder wir müssen links ranfahren, da die Landstraße einspurig wird und uns ein Roadtrain (ein LKW mit 3 Anhängern) entgegen kommt. Nach sieben Stunden Fahrt halten wir dann bei einer Rest Area kurz vor Charters Towers.
9. Mai:
Am nächsten Tag stehen wir gemütlich auf. Wir haben keine Eile, da wir sowieso den ganzen Tag im Auto sitzen werden. Um Elf geht es dann weiter. Nachdem wir durch Charters Towers durch sind kommt eines diesser berühmten Schilder: “Nächste Tankstelle in 170km”. Kein Problem, das sollte reichen! Nach zwei Stunden Fahrt wären wir dann beinahe an der nächsten Tankstelle vorbeigefahren, da uns keine Ortschaft, sondern nur eine Raststätte erwartet. Hier ist das Benzin natürlich schweineteuer, aber wir müssen tanken. Nach einem kurzen Blick auf die Karte versuchen wir die Benzinmenge zu berechnen und tanken nochmal zehn Liter. Allerdings stellen wir nach einiger Zeit fest, dass wir ein kleines Stück vergessen haben und daher sinkt die Tanknadel schon weit vor der nächsten Ortschaft immer weiter. 30 Kilometer vor Clermont ist sie bei “Leer” angekommen und wir versuchen einfach nur noch so weit wie möglich weiterzukommen. Wir schaffen es tatsächlich noch bis zur Tankstelle und als wir ankommen steht die Tanknadel schon weit unter leer. Vor Clermont geht es weiter bis nach Emerald, wo wir uns über die Carnavon Gorge informieren, einkaufen und kochen. Um sechs Uhr abends geht es dann weiter bis nach Rolleston, dem letzten kleinen Örtchen in Richtung Carnavon Gorge, wo wir am Straßenrand übernachten.
10. Mai:
Da wir einen Tagesmarsch in der Carnavon Gorge geplant haben, geht es früh raus. Nach 60 Kilometern geht eine Straße ab und nach weiteren 50 Kilometern kommen wir am Besucherparkplatz an, wo wir erstmal frühstücken. Als wir uns richten bekomme ich starke Bauchschmerzen, daher warten wir noch etwas. Da es aber auch nach einer Stunde nicht besser wird, schicke ich Patrick alleine los und lege mich in meine Hängematte und schlafe ein bisschen. Eine Stunde später geht es mir dann aber doch wieder etwas besser, daher starte ich auch den Track und versuche Patrick irgendwo auf dem Track abzufangen, was gar nicht so einfach war, da es viele Gabelungen gab. Indem ich Jeden auf dem Weg nach Patrick frage, finde ich ihn auch irgendwann und wir laufen gemütlich zusammen zurück zum Auto. Bis wir losfahren wird es auch schon langsam wieder dunkel und so passiert es, dass Patrick kurz nach der Dämmerung mit voller Geschwindigkeit ein Wallaby erwischt, dass uns eine hässliche Delle in die Stoßstange schlägt. Nachdem wir am Straßenrand angehalten haben, um uns den Schaden anzuschauen und alles ein bisschen mit Panzertape zu fixieren, geht es dann weiter Richtung Noosa. Unterwegs werden wir dann noch von der Polizei angehalten, was aber kein Problem ist. Um zwei Uhr nachts kommen wir dann auf unserem Stammparkplatz in Noosa an und fallen hundemüde ins Bett.
11. Mai:
Als wir am nächsten Tag nach dem Frühstück zum Surfen zum Strand fahren wollen, müssen wir leider feststellen, dass unser Auto auch nach dem zigtausendsten Startversuch nicht anspringt. Wir suchen Hilfe im Infocenter und bekommen ein paar Nummern von Mechanikern, da allerdings Samstagmorgen ist und keiner am Wochenende Zeit oder Lust hat, müssen wir noch mindestens bis Montag warten. Also hämngen wir im Park neben unserem Auto unsere Hängematten auf und lesen ein bisschen, bis es mit regnen anfängt. Kurz darauf kommt der Mann aus dem Infocenter zu uns, versucht ein bisschen am Auto zu werkeln und nimmt uns dann auch noch bis zur Bücherei mit, in der wir den Nachmittag verbringen. Abends laufen wir zurück zum Auto, kochen und gehen dann ins Bett.
12. Mai:
Auch am Sonntag haben wir daher nicht viel zu tun. Eigentlich sollten wir heute David vom Flughafen abholen, aber wir müssen ihm schreiben, dass er den Bus in die Stadt nehmen muss und dann entweder ein paar Tage im Hostel bleibt oder mit dem Greyhoundbus nach Noosa kommt. Wir fahren danach mit dem Bus zum Strand und gehen surfen und faulenzen etwas in der Sonne. Abends geht es dann wieder mit dem Bus zurück und wir sitzen noch zwei Stunden im Parkhaus eines nahegelegenen Supermarkts, um unser Zeug an einer Steckdose aufzuladen. Zurück am Auto, wärmen wir die Reste vom Vortag auf und schauen noch einen Film bevor es ins Bett geht.
13. Mai:
Früh morgens kommt David an der Bushaltestelle in Noosa an. Patrick holt ihn dort ab und fährt mit ihm zurück zum Ortsteil Tewantin, wo unser Auto steht. Am Auto warten wir dann, bis der Abschleppdienst kommt und unser Auto zu unserer Stammwerkstatt in Noosa mitnimmt. Patrick darf auf dem dritten Sitz mitfahren und David und ich laufen die sieben Kilometer bis Noosa. Dort checken wir dann für die Nacht im Hostel ein kochen dort und verbringen den Abend dann noch in der hosteleigenen Bar.
14. Mai:
Morgens können wir unser Auto wieder aus der Werkstatt abholen. Damit fahren wir dann zum Strand, wo wir frühsütcken und danach surfen gehen. Als wir zurückkommen müssen wir erstmal das Auto ausräumen, da wir immer noch das Holzgestell und die Federkernmatratze im Auto haben und daher nicht genug Platz für David. Als alles auf dem Parkplatz liegt fahren David und Ich zum nahegelegenen Recyclinghof, wo wir unser Bett entsorgen und uns drei CAmpingstühle kaufen. Danach geht es zurück, wieder alles einräumen. Da das Auto sich beim Start aber immer noch nicht gut anhört fahren wir nochmal in die Werkstatt und machen einen zweiten Termin für den nächsten Tag aus. Zum Kochen fahren wir dann zum Sunshine Beach, wo wir auch noch einen Film schauen und Patrick danach ins Hostel bringen, da er am Vorabend dort eine kostenlose Übernachtung gewonnen hat. David und Ich fahren zurück zum Sunshine Beach, wo wir auf unseren Isomatten im Auto übernachten. Allerdings geht meine recht schnell kaputt, daher wird die Nacht etwas ungemütlicher.
15. Mai:
Am Mittwoch gehen wir dann noch ein letztes Mal in Noosa surfen, nachdem wir Patrick am Hostel abholen. Um Zwölf sind wir dann zurück um unser Auto bei der Werkstatt abzugeben. Während das neue Teil eingebaut wird, vertreiben wir uns die Zeit etwas im Ortszentrum, schauen uns Surfshops an und kaufen David eine Telefonkarte. Als unser Auto fertig ist, fahren wir noch bis nach Caloundra, wo wir im Dunkeln Burger zum Abendessen machen und danach weiter zu der Raststätte in den Glass House Mountains, wo Patrick und David im Auto und ich in meiner Hängematte übernachten.




