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08- Brisbane

16. Mai:

Nachts wurde es sehr kalt, daher wache ich schon früh auf. Als ein paar Stunden später auch Patrick und David wach sind, fahren wir wieder zum Mt. Ngungun. Diesmal ohne Nebel, daher konnte man oben bis zur Küste und bis nach Brisbane sehen. Von hier geht es dann weiter bis nach Brisbane zum Flughafen, wo wir noch ein weiteres Outlet besuchen. Um Eins sind wir mit shoppen fertig und wir machen uns auf den Weg zum Hostel in der Stadt. Den Rest des Tages nutzen wir zum Wäschewaschen und kochen. Am Abend sitzen wir noch ein bisschen im Pub des Hostels und trinken noch ein Bier, bevor es ins Bett geht.

17. Mai:

Nach dem Frühstück geht es in die Innenstadt. Wir laufen alle zusammen einmal durch die Mall und machen uns danach in Richtung Art Gallery. Ich trenn mich dann aber von Patrick und David, da wir die Kunstgalerien letzes Mal schon besucht haben und schaue mir lieber den Kangaroo Point an. Nach zwei Stunden treffen wir uns wieder und liegen noch ein bisschen an der Southbank in der Sonne. Als uns so langsam der Schatten der Bäume einholt, laufen wir zurück zum Hostel, wo uns um 19 Uhr Elisabeth Erber, die gerade ein Au-Pair in Brisbane macht, besucht. Wir kochen zusammen und gehen dann noch zusammen an der Southbank etwas trinken.

18. Mai:

Um 11 Uhr checken wir aus dem Hostel aus. Als erstes suchen wir eine neue Matratze für unser Auto, dazu müssen wir ein Stück aus Brisbane rausfahren. Als wir ein paar Stunden später dann endlich eine haben, geht es weiter zur Gold Coast. In Surfer’s Paradise halten wir im Pacific Fair Shopping Village, wo sich Patrick neue Schuhe kauft. Danach fahren wir weiter nach Burleigh Heads, da Surfer’s Paradise, anders als erwartet, eine Stadt mit vielen Wolkenkratzern ist. In Burleigh Heads halten wir für einige Zeit, da wir aber auch hier keinen gescheiten Schlafplatz finden, fahren wir noch bis in den Süden der Gold Coast und bleiben in Rainbow Bay auf einem Parkplatz in der Ortschaft stehen.

19. Mai:

So schön der Parkplatz am Abend davor auch aussah, am nächsten Morgen werden wir gegen sechs Uhr von ein paar Jungen Idioten geweckt, die meinen absichtlich laut Musik abspielen zu müssen und gegen unser Auto klopfen. Da keiner von uns darauf Lust hat, bleiben wir einfach noch eine Stunde im Auto liegen und stehen auf als sie weg sind. Nach dem Frühstück geht es dann Surfen. Nachmittags kaufen wir nochmal Essen ein und genießen dann den Sonnenuntergang auf dem gleichen Parkplatz. Nach dem Abendessen suchen wir uns für die Nacht einen neuen Parkplatz.

20. Mai:

Da wir am nächsten Tag außer Surfen wieder nichts zu tun habe, fahren wir wieder etwas in Richtung Norden, wo wir auf dem Hinweg ein kleines Outlet gesehen haben, dass allerdings ein Reinfall war. Danach sind wir noch nach Surfer’s Paradise. Allerdings sind wir nur einmal mit dem Auto durchgefahren, da es nicht viel zu sehen gibt, außer den hohen Hotels und dem Strand. Danach geht es wieder zurück nach Tweed Heads an die Rainbow Bay zum Surfen. Da die Wellen aber zu klein sind, gehen wir einkaufen. Zum Abendessen gibt es ein paar Steaks und danach noch einen Film im Auto an unserem Schlafplatz.

21. Mai:

Wieder haben wir nicht sonderlich viel vor. Morgens gehen wir surfen und mittags setzen wir uns in die Bücherei für Strom und Internet. Danach gehen wir noch Einkaufen. Am Abend wird gekocht und wir gehen recht früh ins Bett.

22. Mai:

Es regnet und Wellen gibt es auch keine guten, daher fällt surfen heute wieder flach. Nach dem Frühstück verschlägt es uns wieder in die Bücherei. Mittags geht es weiter zum Springbrook National Park, wo wir ein bisschen wandern gehen und zwei Wasserfälle anschauen. Bei Sonnenuntergang geht es weiter zur Natural Bridge. Wir warten bis es dunkler ist und schauen uns dann die Glühwürmchen-Höhle an. Als Schlafplatz finden wir eine Raststätte südlich von Tweed Heads.

23. Mai:

Morgens fahren wir nochmal zurück nach Tweed Heads, da am Abend zuvor Patricks neuer GoPro-Stab kaputt gegangen ist. Wir frühstücken dort und duschen nochmal am Strand bevor es weiter nach Byron Bay geht. Nach dem Abendessen auf dem Parkplatz im Zentrum gehen wir noch in eine Kneipe nebenan, wo es Livemusik von einem guten Alleinunterhalter gibt.

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07 – Cairns – Brisbane

8. Mai:

Morgens fahren wir bis zur Mosseman Gorge, wo wir den Regenwald-Rundweg machen, für den wir ungefähr eineinhalb Stunden brauchen. Plus Zeit zum hin und zurück laufen. Normalerweise kann man hier im Fluss baden, aber es schüttet ohne Ende und der Fluss wurde mehr zu einem reißenden, braunen Strom. Bevor wir weiter fahren nutze ich noch die Möglichkeit auf der Toilette des Mosseman Gorge Infocenters zu duschen. Danach geht es weiter Richtung Cape Tribulation. Da der Regen aber noch schlimmer wird und man kaum noch etwas sieht, entscheiden wir uns nicht bis Cape Tribulation zu fahren, uns das Geld für die Fähre zu sparen und uns schonmal auf den Weg zurück nach Brisbane zu machen. Als wir zurück in Mosseman sind ist das Wetter wieder besser und wir kochen auf einem Parkplatz Mittagessen und schließen endlich unsere Autoversicherung ab. Danach geht es 650 Kilometer weiter durch die australische Pampa bis nach Charters Towers. Unterwegs halten wir ein paar Mal zum Tanken und Einkaufen an oder weil eine Kuh auf der Straße steht, oder wir müssen links ranfahren, da die Landstraße einspurig wird und uns ein Roadtrain (ein LKW mit 3 Anhängern) entgegen kommt. Nach sieben Stunden Fahrt halten wir dann bei einer Rest Area kurz vor Charters Towers.

9. Mai:

Am nächsten Tag stehen wir gemütlich auf. Wir haben keine Eile, da wir sowieso den ganzen Tag im Auto sitzen werden. Um Elf geht es dann weiter. Nachdem wir durch Charters Towers durch sind kommt eines diesser berühmten Schilder: “Nächste Tankstelle in 170km”. Kein Problem, das sollte reichen! Nach zwei Stunden Fahrt wären wir dann beinahe an der nächsten Tankstelle vorbeigefahren, da uns keine Ortschaft, sondern nur eine Raststätte erwartet. Hier ist das Benzin natürlich schweineteuer, aber wir müssen tanken. Nach einem kurzen Blick auf die Karte versuchen wir die Benzinmenge zu berechnen und tanken nochmal zehn Liter. Allerdings stellen wir nach einiger Zeit fest, dass wir ein kleines Stück vergessen haben und daher sinkt die Tanknadel schon weit vor der nächsten Ortschaft immer weiter. 30 Kilometer vor Clermont ist sie bei “Leer” angekommen und wir versuchen einfach nur noch so weit wie möglich weiterzukommen. Wir schaffen es tatsächlich noch bis zur Tankstelle und als wir ankommen steht die Tanknadel schon weit unter leer. Vor Clermont geht es weiter bis nach Emerald, wo wir uns über die Carnavon Gorge informieren, einkaufen und kochen. Um sechs Uhr abends geht es dann weiter bis nach Rolleston, dem letzten kleinen Örtchen in Richtung Carnavon Gorge, wo wir am Straßenrand übernachten.

10. Mai:

Da wir einen Tagesmarsch in der Carnavon Gorge geplant haben, geht es früh raus. Nach 60 Kilometern geht eine Straße ab und nach weiteren 50 Kilometern kommen wir am Besucherparkplatz an, wo wir erstmal frühstücken. Als wir uns richten bekomme ich starke Bauchschmerzen, daher warten wir noch etwas. Da es aber auch nach einer Stunde nicht besser wird, schicke ich Patrick alleine los und lege mich in meine Hängematte und schlafe ein bisschen. Eine Stunde später geht es mir dann aber doch wieder etwas besser, daher starte ich auch den Track und versuche Patrick irgendwo auf dem Track abzufangen, was gar nicht so einfach war, da es viele Gabelungen gab. Indem ich Jeden auf dem Weg nach Patrick frage, finde ich ihn auch irgendwann und wir laufen gemütlich zusammen zurück zum Auto. Bis wir losfahren wird es auch schon langsam wieder dunkel und so passiert es, dass Patrick kurz nach der Dämmerung mit voller Geschwindigkeit ein Wallaby erwischt, dass uns eine hässliche Delle in die Stoßstange schlägt. Nachdem wir am Straßenrand angehalten haben, um uns den Schaden anzuschauen und alles ein bisschen mit Panzertape zu fixieren, geht es dann weiter Richtung Noosa. Unterwegs werden wir dann noch von der Polizei angehalten, was aber kein Problem ist. Um zwei Uhr nachts kommen wir dann auf unserem Stammparkplatz in Noosa an und fallen hundemüde ins Bett.

11. Mai:

Als wir am nächsten Tag nach dem Frühstück zum Surfen zum Strand fahren wollen, müssen wir leider feststellen, dass unser Auto auch nach dem zigtausendsten Startversuch nicht anspringt. Wir suchen Hilfe im Infocenter und bekommen ein paar Nummern von Mechanikern, da allerdings Samstagmorgen ist und keiner am Wochenende Zeit oder Lust hat, müssen wir noch mindestens bis Montag warten. Also hämngen wir im Park neben unserem Auto unsere Hängematten auf und lesen ein bisschen, bis es mit regnen anfängt. Kurz darauf kommt der Mann aus dem Infocenter zu uns, versucht ein bisschen am Auto zu werkeln und nimmt uns dann auch noch bis zur Bücherei mit, in der wir den Nachmittag verbringen. Abends laufen wir zurück zum Auto, kochen und gehen dann ins Bett.

12. Mai:

Auch am Sonntag haben wir daher nicht viel zu tun. Eigentlich sollten wir heute David vom Flughafen abholen, aber wir müssen ihm schreiben, dass er den Bus in die Stadt nehmen muss und dann entweder ein paar Tage im Hostel bleibt oder mit dem Greyhoundbus nach Noosa kommt. Wir fahren danach mit dem Bus zum Strand und gehen surfen und faulenzen etwas in der Sonne. Abends geht es dann wieder mit dem Bus zurück und wir sitzen noch zwei Stunden im Parkhaus eines nahegelegenen Supermarkts, um unser Zeug an einer Steckdose aufzuladen. Zurück am Auto, wärmen wir die Reste vom Vortag auf und schauen noch einen Film bevor es ins Bett geht.

13. Mai:

Früh morgens kommt David an der Bushaltestelle in Noosa an. Patrick holt ihn dort ab und fährt mit ihm zurück zum Ortsteil Tewantin, wo unser Auto steht. Am Auto warten wir dann, bis der Abschleppdienst kommt und unser Auto zu unserer Stammwerkstatt in Noosa mitnimmt. Patrick darf auf dem dritten Sitz mitfahren und David und ich laufen die sieben Kilometer bis Noosa. Dort checken wir dann für die Nacht im Hostel ein kochen dort und verbringen den Abend dann noch in der hosteleigenen Bar.

14. Mai:

Morgens können wir unser Auto wieder aus der Werkstatt abholen. Damit fahren wir dann zum Strand, wo wir frühsütcken und danach surfen gehen. Als wir zurückkommen müssen wir erstmal das Auto ausräumen, da wir immer noch das Holzgestell und die Federkernmatratze im Auto haben und daher nicht genug Platz für David. Als alles auf dem Parkplatz liegt fahren David und Ich zum nahegelegenen Recyclinghof, wo wir unser Bett entsorgen und uns drei CAmpingstühle kaufen. Danach geht es zurück, wieder alles einräumen. Da das Auto sich beim Start aber immer noch nicht gut anhört fahren wir nochmal in die Werkstatt und machen einen zweiten Termin für den nächsten Tag aus. Zum Kochen fahren wir dann zum Sunshine Beach, wo wir auch noch einen Film schauen und Patrick danach ins Hostel bringen, da er am Vorabend dort eine kostenlose Übernachtung gewonnen hat. David und Ich fahren zurück zum Sunshine Beach, wo wir auf unseren Isomatten im Auto übernachten. Allerdings geht meine recht schnell kaputt, daher wird die Nacht etwas ungemütlicher.

15. Mai:

Am Mittwoch gehen wir dann noch ein letztes Mal in Noosa surfen, nachdem wir Patrick am Hostel abholen. Um Zwölf sind wir dann zurück um unser Auto bei der Werkstatt abzugeben. Während das neue Teil eingebaut wird, vertreiben wir uns die Zeit etwas im Ortszentrum, schauen uns Surfshops an und kaufen David eine Telefonkarte. Als unser Auto fertig ist, fahren wir noch bis nach Caloundra, wo wir im Dunkeln Burger zum Abendessen machen und danach weiter zu der Raststätte in den Glass House Mountains, wo Patrick und David im Auto und ich in meiner Hängematte übernachten.

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06 – Arilie – Cairns

2. Mai:

Nach der ganzen Feierei gibt es am nächsten Morgen erst um 11 Uhr Frühstück. Wir fahren danach zum Mt. Rooper und laufen zu einem Aussichtspunkt über die Whitsundays. Nach 30 Minuten erreichen wir den Aussichtspunkt, allerdings ist die Sicht durch recht viele Bäume beschränkt. Nach einer weiteren halben Stunde sitzen wir dann auch schon wieder im Auto, holen uns in Airlie Beach noch ein Eis und fahren dann weiter in Richtung Townsville. Dort kaufen wir ein, kochen uns suchen uns einen Schlafplatz, wo wir noch einen Film anschauen.

3. Mai:

Morgens geht es früh raus, da wir einiges vorhatten. Wir fahren wieder aus Townsville raus um uns beim Infocenter über Magnetic Island zu informieren. Wir entschließen uns dann aber doch das Geld für die Fähre nach Magnetic Island zu sparen, da es für eine Tagestour wohl einfach wieder eine weitere Insel wäre, und das Geld lieber für das Aquarium in Townsville, das weltweit größte Korallen Riff Aquarium, auszugeben. Dort hören wir uns einen Vortrag über Haie an und besuchen das Schildkröten Krankenhaus. Danach laufen wir noch ein bisschen durch das Stadtzentrum und lassen uns mal wieder in der Bücherei nieder. Bevor es dunkel wird laufen wir dann noch etwas an der Promenade und schauen auf dem Rückweg bei einem Nachtmarkt vorbei. Etwas außerhalb von Townsville übernachten wir dann in Rollingstone auf einem kostenlosen Campingplatz.

4. Mai:

Morgens geht es abermals früh raus. Nach dem Frühstück halten wir bei den Tyto Sumpfgebieten, die aber doch nicht so interessant waren, wie sie angepriesen wurden. Danach geht es 50 Kilometer Inland zu den Wallaman Falls, dem höchsten einstufigen Wasserfall in Australien. Wir schauen uns das Ganze einmal von einer Aussichtsplattform oben beim Parkplatt an und laufen dann noch zum Fuß des Wasserfalls und schauen uns an wie das Wasser 268 Meter in die Tiefe fällt. Als wir zurück beim Auto sind machen wir uns auf den Weg nach Mission Beach. Wir laufen etwas durch den kleinen Ort und über den Strand, wo ich versuche eine Kokosnuss zu knacken und es nach gefühlten Stunden auch schaffe. Danach kochen wir und finden einen Schlafplatz in einer Nebenstraße in einem Neubaugebiet, wo wir vor dem Einschlafen noch einen Film anschauen.

5. Mai:

Als wir morgens aufwachen beobachten uns schon ein paar Bewohner. In der Nähe von unserem Auto stehen drei kleine Kängurus auf dem Feld. Wir räumen unser Auto um und fahren ins Zentrum, wo es gerade inen Markt gibt. Ich kaufe mir ein paar Maracujas, da die hier richtig günstig sind und wir gönnen uns einen Donut. Danach frühstücken wir und informieren wir uns beim Infocenter. Ich kaufe mir dort ein paar Rambutans, Litschi-ähnliche Früchte. Danach geht es ein bisschen außerhalb von Mission Beach wieder auf einen kleinen Berg zu einem Aussichtspunkt. Als wir wieder unten beim Auto ankommen, gehe ich nochmal an den Strand und sammeln drei Kokosnüsse für die nächsten Wochen bevor wir zum Paronella Park aufbrechen. Auf dem Weg dorthin halten wir im kleinen Ort Silkwood, wo wir uns auf einem kirchlichen Fest ein paar Pommes holen. Gegen vier Uhr kommen wir dann im Paronella Park an und essen unser Curry vom Vortag, bevor wir uns auf die Nachttour machen. Der Paronella Park ist das Überbleibsel des Traums von Spanier Joséf Paronella, der Anfang des 20. Jahrhunderts hier ein Schloss auf Beton mitten im Regenwald Australiens gebaut hat. Die Nachttour ist sehenswert, da einige Teile des Schlosses, wie schon damals von Joséf Paronella, beleuchtet sind.

6. Mai:

Am nächsten morgen nehmen wir dann nochmal an der Tagetour teil, da diese sich von der Nachttour unterscheidet. Danach frühstücken wir und nutzen das WLAN noch ein bisschen. Wir versuchen endlich unsere Autoversicherung abzuschließen, aber schaffen es nicht rechtzeitig. Um 14 Uhr geht es dann recht spät weiter. Vor uns liegen noch die ganzen Atherton Tablelands. Der erste Stopp ist beim Mamu Boardwalk. Ein Weg der auf Stelzen unten den Baumkronen des Regenwaldes durchführt. Da wir dann aber feststellen, das er einiges kostet fahren wir weiter. Auf dem Weg kommen wir am North Johnston River Lookout vorbei. Zum Aussichtpunkt laufen wir zum ersten Mal nach unten. Von hier hat man dann einen Ausblick über die Flussschleife des North Johnston River. Danach fahren wir weiter zum Wasserfall Rundkurs, wo wir auf dem Weg bei drei Wasserfällen halten und danach zum Crater Lake, einem See umgeben von Regenwald. Wir entscheiden uns danach doch nicht in den Atherthon Tablelands zu übernachten, sondern nach Sonnenuntergang noch bis nach Cairns weiterzufahren, wo wir nach einer Stunde auf einer Raststätte 30 Kilometer vor Cairns ankommen.

7. Mai:

Morgens geht es erstmal zum nächsten Supermarkt einkaufen, bevor wir frühstücken können. Danach geht es shoppen im Outlet, wo wir allerdings nicht viel finden. Um Eins geht es dann weiter zum Infocenter im Zentrum, wo wir uns über die Schnorcheltouren informieren. Wir erwartet ist das Schnorchelwetter allerdings nicht besser als auf den Whitsundays (Sichtweite unter 10 Meter) und da auch in den nächsten Tagen keine Besserung in Sicht ist, lassen wir das Schnorcheln bleiben. Stattdessen schauen wir Mal wieder bei der Art Gallery vorbei, die aber nicht so gut ist, und laufen auf einen Berg um einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Da es recht regnerisch aussieht nehmen wir aber nur die kurze Route. Mit dem Auto geht es dann zurück und wir parken an der Promenade von wo wir Richtung Zentrum laufen. Um 17:30 Uhr nehmen wir an einer öffentlichen Zumbastunde im Regen teil. Auch wenn man sich total zum Affen macht, hat es riesig Spaß gemacht (vielleicht auch gerade deswegen). Nach der Zumbastunde schauen wir noch bei den Nachtmärkten vorbei, wo wir uns eine Hängematte kaufen und fahren dann aus Cairns raus um bei der nächsten Rest Area zu übernachten.

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05 – Rockhampton bis Mackay

27. April:

Nach dem Frühstück geht es, wie fast immer in einer neuen Stadt, zur Visitor Information. Dort werden uns der Zoo und die Art Gallery empfohlen. Der Zoo ist nicht sehr groß, hat aber so ziemlich alle Tiere, die man in Australien erwartet und ist dafür auch noch kostenlos. Nachdem wir uns alles gemütlich im Zoo angeschaut haben, fahren wir ins Stadtzentrum und laufen von dort bis zur Art Gallery. Die ist auch recht klein und es gibt für mich nur eine interessante Ausstellung, deshalb geht es auch recht bald zum Auto zurück. Rockhampton ist irgendwie nicht so interessant und für einen Samstag ist auch recht wenig los. Bis Mackay fahren wir fünf Stunden. Das Infocenter hat schon geschlossen, deshalb kochen wir nur noch und schauen zwei Filme im Auto bevor wir schlafen gehen.

28. April:

Gleich nachdem wir aufgestanden sind geht es ins Infocenter. Da Sonntag ist wollten wir uns irgendeinen Markt anschauen. In Mackay gibt es keinen, dafür soll es in Seaforth knapp 50 Kilometer nördlich von Mackay einen guten geben. Die Fahrt dorthin war allerdings umsonst. Uns erwarten etwa 10 Stände. Wir kaufen uns einen Bananenkuchen zum Frühstück und nehmen uns jeder eine Drachenfrucht mit. Zurück in Mackay wird erstmal eingekauft und etwas Richtiges gegessen. Danach fahren wir weiter zur Blue Water Lagoon, einem kostenlosen Schwimmbad, und genießen das gute Wetter. Als wir genug vom Wasser haben, wollen wir zur Kunstgalerie, die allerdings zu hat, daher entschließen wir uns dazu einen Teil des Blue Water Trails durch Mackay zu machen. Als wir nach zwei Stunden wieder beim Auto sind, machen wir uns an einem der öffentlichen Grills Burger zum Abendessen und suchen uns danach einen Schlafplatz.

29. April:

Am nächsten Tag wollen wir uns das Pioneer Valley anschauen, das sich westlich von Mackay befindet. Erster Stopp ist das “Wheel of Fire”. Um dorthin zu kommen müssen wir mit unserem Auto über ein paar Schotterstraßen und ein paar kleine Flussläufe durchqueren. Danach ist noch eine Stunden wandern angesagt. Uns erwartet ein Wasserfall, der unten in einem natürlichen Pool endet. Wir turnen ein bisschen auf den Felsen herum und schaffen es dann auch irgendwann noch ins kalte Wasser, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Danach geht es weiter zum “Broken River”. Wir machen einen der Walks durch den Regenwald und warten danach auf ein paar Platypusse am Fluss. Auf dem Rückweg stoppen wir noch beim “Sky Window” einem Aussichtspunkt auf das Pioneer Valley, machen ein paar Fotos und fahren dann weiter nach Airlie Beach. Ich werde auf dem Weg noch von der Polizei angehalten, weil ich 10 km/h zu schnell gefahren bin, bekomme aber zum Glück nur eine Verwarnung. Wahrscheinlich, weil ich fremd bin. Um Sieben kommen wir dann auf dem großen Parkplatz von Airlie Beach an, wo wir eine Steckdose finden und bis Elf meinen Laptop laden. Danach laufen wir noch durch das Örtchen, allerdings ist heute Nacht nicht viel los, daher begeben wir uns zurück zum Auto und suchen uns einen Schlafplatz, der nicht gerade mitten im Zentrum liegt.

30. April:

Wir haben einen ganz netten Parkplatz gefunden und schlafen daher bis halb Zehn durch. Danach geht es wieder zum Parkplatz im Zentrum, wo wir beim Frühstück zwei Hannoveraner und ein Mädchen aus Grenzach kennenlernen. Nach dem Frühstück spricht uns dann Giuseppe an. Er verschrottet seinen Ford Falcon und verschenkt daher sein Zeugs. Wir nehmen ihm ein fürs Autoangefertigtes Holzgestell und eine Federkernmatratze ab und holen ihn dafür vom Schrottplatz ab. Bis alles aus seinem Auto draußen und wieder in unserem Auto ist, ist auch der Tag auch schon wieder vorbei. Wir schauen noch einen Film und schlafen die erste Nacht auf unserer Errungenschaft.

1. Mai:

Morgens weckt uns wieder der Wecker auf. Wir frühstücken, machen uns Vesper und richten unser Zeug für die Ocean Rafting Tour zu den Whitsundays. Um 9:15 Uhr ist Treffpunkt und bis alle da sind und mit einem Neoprenanzug gegen die Quallen ausgestattet sind, ist es Zehn. Mit den Rafting-Booten fahren wir dann Richtung Insel. Je weiter wir raus kommen, desto höher werden die Wellen, die heute sowieso schon groß sind, und das Boot fängt an zu springen. Vor einer Insel machen wir dann halt um eine Stunde zu schnorcheln. Danach geht es weiter zum Hill Inlet. Wir legen an und laufen einen Hügel hoch, um die Aussicht zu genießen. Danach geht es wieder zurück zu den Booten und wir fahren an den Whitehaven Beach, einem der feinsten Sandstrände der Welt. Hier essen wir unser Vesper und ich lerne von ein paar Engländern, wie man Cricket spielt. Nach ein paar Stunden geht es dann auch wieder Richtung Airlie Beach. Kurz bevor wir zurück sind gibt es noch ein paar starke Kurven als Showeinlage. Zurück in Airlie Beach gehen Patrick und Ich noch zur Lagune wo wir dann Roos, die Holländerin von Fraser Island, treffen. Wir unterhalten uns noch ein bisschen und verabreden uns für den Abend. Wir parken daher unser Auto schon jetzt auf einen anderen, auch recht zentralen, Parkplatz um. Abends gehen wir gehen wir dann noch durch ein paar Bars und landen schlussendlich im Club “Mama Africa” bis wir um halb drei zum Auto zurückkehren.

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04 – Agnes Water

23. April:

Bevor wir am nächsten Tag Rainbow Beach verlassen fahren wir noch zum Carlo Sandblow, einer kleinen Sanddüne. Wir nehmen unser Bodyboard mit um hier Sandsurfen auszuprobieren, aber müssen leider feststellen, dass unser Brett keine glatte Unterseite hat und deshalb absolut nicht rutscht. Ich bin ganz froh darüber, da es mir nicht so gut geht, weshalb auch Patrick fährt. Ziel für heute ist Bundaberg. Im nächsten Städtchen Maryborough stoppen wir um unnser Autoradio endlich Mp3-Player tauglich zu machen. Allerdings haben wir kein Werkzeug um das Radio auszubauen, daher holen wir uns einen FM-Transmitter damit wir auch mit unserem Radio unsere eigene Musik hören können. Nach etwa eineinhalb Stunden am Auto rumtüfteln geht es also endlich weiter. In Childers stoppen wir dann zum zweiten Mal. Wir kaufen ein und machen uns ein paar Sandwiches und fahren danach zur Bücherei um das freie Internet zu benutzen. Nach zwei Stunden sind so langsam die Akkus leer, daher fahren wir weiter bis nach Bundaberg und parken in der Nähe vom Infocenter.

24. April:

Als wir am nächsten Morgen aufwachen stehen jede Menge Autos um uns herum. Anscheinend parken hier auch alle Mitarbeiter vom Krankenhaus, das direkt um die Ecke ist. Wir frühstücken, laufen kurz durch Bundaberg und entschließen uns dann weiterzufahren, da Bundaberg nicht so interessant ist. Um halb zwei kommen wir dann in Agnes Water an. Agnes Water ist der nördlichste Ort, an dem man noch surfen kann, da im Norden das Great Barrier Reef, die Wellen bricht. Wir nehmen uns etwas Zeit für ein gutes Mittagessen und sitzen dann hauptsächlich noch faul rum. Wellen zum Surfen gibt es heute leider keine. Abends fahren wir dann zu einem Aussichtspunkt in Town of 1770 und schauen uns den Sonnenuntergang am Strand an, bevor wir uns in den Straßen einen Platz zum Schlafen suchen.

25. April:

Von Town of 1770 fahren wir morgens wieder das kurze Stück zurück nach Agnes Water zum Parkplatz am Strand um dort zu frühstücken. Die Wellen sehen leider immer noch so aus wie am Vortag, daher können wir wieder nicht surfen. Da heute auch Anzac-Day ist hat die Bücherei und einige Läden zu. Wir sitzen also wieder die meiste Zeit beim Parkplatz, treffen Rebecca aus Rainbow Beach wieder und unterhalten uns ein paar Stunden mit ihr. Um Eins gehen wir dann einkaufen um Mittagessen zu kochen und nutzen den Rest des Tages um unser Auto aufzuräumen. Kurz vor Sonnenuntergang machen wir noch den etwa ein Kilometer kurzen Discovery Trail, der zu einem Aussichtspunkt führt bevor wir dann zu einem offenen Campingplatz nebenan weiterfahren.

26. April:

Morgens frühstücken wir wieder am Parkplatz und treffen dort wieder Rebecca und Hendrik. Gegen Elf brechen wir dann zum Red Cliff Walk auf, der uns zwei Stunden lang an der Küste von Agnes Water entlang führt. Nach dem Walk nutzen wir nochmal den Strom und das freie WLAN in der Bücherei, wo wir Jana, die Kanadierin von Fraser Island, treffen. Nach zwei Stunden machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Rockhampton. Nach 70 Kilometer fällt mir dann an der Tankstelle auf, dass mein Geldbeutel fehlt und als er auch nicht wieder auftaucht nachdem wir das ganze Auto ausräumt haben, fahren wir wieder nach Agnes Water zurück. Bei der Visitor Information erfahre ich dann, dass er gefunden wurde und an der Tankstelle in Agnes Water abgegeben wurde, dort werde ich dann zur Polizei weitergeleitet, die allerdings seit 20 Minuten zu hat und erst wieder in zwei Tagen nach dem Wochenende aufmacht. Da wir auf dem Weg ein Polizeiauto außerhalb von Agnes Water gesehen haben, fährt Patrick nochmal zurück und ich warte auf dem Rasen vor der Polizeistelle. Nach einiger Zeit hält eine Frau an und fragt, ob alles okay sei. Es stellt sich raus, dass sie aus irgendeinem Grund den Schlüssel hat und mir meinen Geldbeutel aushändigen kann. Nach etwa drei Stunden Geldbeutelsuche können wir dann doch noch beruhigt nach Rockhamptopn weiter fahren, wo wir um halb Acht ankommen. Nach dem Abendessen stellen wir uns wieder in eine Seitenstraße um zu schlafen.

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03 – Fraser Island

20. April:

Früh morgens klingelt unser Wecker. Wohl das erste Mal, dass wir einen gebraucht haben. Normalerweise wachen wir sowieso früh auf, aber heute ist schon um 7:30 Uhr Treffpunkt beim Dingo Backpackers. Davor frühstücken wir noch und packen unsere Taschen für die Tour. Als wir beim Dingo Backpackers ankommen stehen schon acht Jeeps im Hof. Wir beladen unsere Autos und den Anhänger mit Essen, Getränken und unseren Taschen und nach einer weiteren kurzen Ansprache und Einführung in die Autos geht es dann auch endlich los in Richtung fähre. Unserer Gruppe, das waren Patrick, ich, zwei Brasilianer, zwei Spanierinnen, eine Kanadierin und eine Holländerin, wurde das erste Auto mit dem Führer zugeteilt, daher durften wir erstmal nicht selber fahren. Nach ein paar Minuten Fahrt kamen wir dann auch schon bei der Fähre an, wo schonmal die ersten hinter uns im weichen Sand stecken bleiben. Hier teilen wir uns dann auch in zwei Gruppen mit jeweils vier Autos auf. Mit Hilfe von unserem Guide Mick, schaffen es die anderen es dann aus dem Sand und wir nehmen die nächste Fähre nach Fraser Island. Die erste Stunde fahren wir komplett am Strand entlang bis wir im Eurong Resort Mittagspause machen. Hier lassen wir dann den Anhänger stehen, da es durch den Wald zum Inneren der Insel geht. Nach einiger Zeit kommen wir am Lake McKenzie an, der mitten im Wald der großen Sandinsel liegt. Dort ist ein paar Stunden baden und sonnen angesagt bevor es dann wieder durch den Wald zurück zum Eurong Resort geht. Wir holen unseren Anhänger ab und fahren am Strand bis zum Camp K’gari weiter, wo wir übernachten werden. Als wir dort ankommen beziehen wir erstmal unsere Zelte, kochen danach Abendessen und lassen den Abend gemütlich am Lagerfeuer oder im kleinen Camp-Nachtclub, der aus ein paar bunten Lichter und einer kleinen Musikanlage besteht, ausklingen.

21. April:

Nachdem es am nächsten Tag alle geschafft haben aus ihren Zelten zu kommen und zu frühstücken starten wir gegen Neun in Tag zwei. Erster Stopp ist Indian Head, von wo aus man ein bisschen Ausblick über die Insel hat und ab und zu auch Delfine sehen kann. Wir hatten allerdings kein Glück und genießen deshalb einfach nur das schöne Wetter. Vom Indian Head geht es weiter zu den Champagne Pools. Hier haben sich zwischen den Felsen ein paar natürliche Becken gebildet, in die andauert durch die Wellen Meerwasser gespült wird. Wir baden hier etwas und essen unser Vesper. Danach geht es wieder zurück am Camp K’gari vorbei zum Eli Creek dem tiefsten Fluss hier auf der Insel. Einer Treppe und ein kleiner Holzsteg führen etwas den Fluss hinauf von wo aus man sich dann wieder zurück zum Strand treiben lassen kann. Allerdings ist er an manchen Stellen dann doch nicht so tief und man bleibt stecken und muss dann wieder ein Stück laufen. Das Wasser ist eiskalt, da es von einer Quelle tief im Inneren der Insel kommt. Vom Eli Creek fahren wir dann wieder ein Stück Richtung Norden und machen einen letzen Halt beim Maheno Schiffswrack, das hier vor langer Zeit angespült wurde nachdem es die Japaner beim Überführen durch einen Zyklon verloren haben. Vor dem Wrack machen wir noch ein paar Gruppenbilder bevor es zurück zu unserem Zeltplatz zum Abendessen geht. Am Abend feiern wir noch mit den anderen und gehen spät ins Bett.

22. April:

Da alle so lange wach waren und einige mit einem Kater aufwachen verspätet sich die Abfahrt etwas. Um halb Zehn geht es dann los. Wir sitzen diesmal nicht im Führungsfahrzeug, damit wir auch mal fahren können. Zuerst versucht sich einer der Brasilianer und unser Auto bekommt erstmal eine ordentliche Dusche ab als uns eine Welle von links erwischt und wir mit 60 Sachen durchfahren. Als letztes Ziel der Tour steht noch Lake Wabby auf der Liste. Wir parken am Strand und müssen von hier ungefähr eine dreiviertel Stunde laufen. Lake Wabby ist ein kleiner grünschimmernder See, der auf der einen Seite von Wald und auf der anderen von einer großen Sanddüne eingeschlossen ist. Nach einer Stunde baden und Sonnen geht es dann auch wieder zurück zu den Autos. Ich trete auf dem Rückweg fast einer großen Echse auf den Schwanz, die gerade noch vor mir im Gebüsch verschwindet. Zurück bei den Autos geht es dann noch ein paar Minuten weiter bis bis zum Eurong Resort, wo wir wieder Mittag machen. Ab hier durfte ich dann endlich fahren. Anfangs ist es noch recht gewöhnungbedürftig. Auf dem nassen Sand fährt es sich fast wie auf einer normalen Straße, aber sobald man auf weichen Sand trifft rutscht das Auto mehr als es rollt. Auf den Inlandwegen muss man dann Acht geben, dass man nicht zu schnell durch die ganzen Schlaglöcher fährt. Nach wieder etwas einer Stunde sind wir dann zurück am Inskip Point und warten auf die Fähre. Fünzehn Minuten Überfahrt später geht es dann auf die letzten Meter zurück zum Hostel. Nachdem wir die Autos ausgeräumt und alles versorgt haben, helfen Patrick und Ich noch die Autos aufzutanken und zur Werkstatt zu fahren. Danach fahren wir mit unserem Auto zum Strand zum Duschen und Kochen und treffen uns dann um Acht wieder mit den Anderen im Dingo Backpackers um die Tour gemütlich mit ein paar Bier ausklingen zu lassen.

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02 – Noosa

14. April:

In Noosa machen wir uns am Morgen erstmal auf den Weg zu einem Markt. Wir kaufen ein bisschen ein und gönnen uns ein Eis beziehungsweise einen Crèpe und schauen danach noch dem Footballspiel von ein paar Kindern zu. Wir erfahren, dass es noch einen zweiten Markt am Hafen gibt und fahren auch noch dort vorbei. Während es beim ersten hauptsächlich um Lebensmittel ging, gab es beim zweiten überwiegend Schmuck und Kleidung zu kaufen. Am Hafen entdecken wir auch ein Plakat, das für eine Bootsfahrt bei Sonnenuntergang wirbt. Wir entscheiden uns noch etwas die Sonne am Strand zu genießen und am Abend zurückzukommen. Um viertel vor fünf kommen wir dann gerade noch rechtzeitig zu unserer Bootstour an. Mit uns an Board sind hauptsächlich Rentner oder Pärchen, trotzdem ist es ganz nett den Sonnenuntergang auf einem nahegelegenen See zu verfolgen. Als wir zurück kommen gibt es zum Abendessen nochmal ein kleines Sandwich und danach auch schon wieder auf Parkplatzsuche für die Nacht.

15. April:

Für den zweiten Tag in Noosa haben wir uns einen kleine Wanderung durch den National Park vorgenommen, daher geht es erstmal zum Sunshine Strand, wo der Weg anfängt. Von hier laufen wir bis zum Hauptstrand. Es ist zwar nicht so weit, aber da wir barfuß unterwegs sind brauchen wir etwas länger und kommen nach etwa drei Stunden an. Am Hauptstrand liegen wir dann noch etwas faul in der Sonne und schauen bei ein paar Surfshops in Strandnähe vorbei. Damit wir die nächsten Tage etwas zu tun haben, melden wir uns noch bei einer Surfschule für einen dreitägigen Surfkurs an bevor wir zurück zum Auto laufen. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Termin bei einer Autowerkstatt für einen Ölwechsel und Rund-um-Check. Dieses Mal schlafen wir wieder auf dem Parkplatz vom ersten Tag in der Nähe vom Sunshine Strand.

16. April:

Für diesen Tag haben wir uns zum ersten Mal im Urlaub den Wecker gestellt. Wir wachen allerdings schon davor auf und machen uns, um nicht zu spät zu kommen, schonmal auf den Weg zum Hauptstrand, wo sich die Surfschule trifft. Dort frühstücken wir und warten bis die Surftrainer eintreffen. Von neun bis elf geht unser Kurs und wir stehen schon in der ersten Stunde unsere ersten Mini-Wellen auf langen Schaumstoffboards. Nach dem Surfkurs laufen wir zum Supermarkt und schauen auf dem Rückweg noch im Reisebüro wegen der Fraser Island Tour vorbei. Da wir uns nicht sofort entscheiden können, wollen wir am nächsten Tag Bescheid sagen. Wir genießen mal wieder die Sonne am Strand, bis Wolken aufziehen und es kalt wird und fahren dann zur Bücherei, um unsere Geräte zu laden und das freie WLAN zu nutzen. Um sechs Uhr werden wir aus der Bücherei geworfen. Wir stellen unser Auto diesmal wieder in der Nähe vom Hafen ab und kochen dort.

17. April:

Der Tag begint wie der vorherige. Wir fahren morgens wieder an den Strand, frühstücken dort und werfen uns dann in die Wellen. Diesmal mit etwas kürzeren Brettern. Mittags steht der Termin in der Autowerkstatt an. Während unser Auto untersucht wird, buchen wir unsere Fraser Island und Whitsundays Touren und verbringen die restliche Zeit am Strand. Zurück in der Werkstatt bekommen wir ein paar verschlissene Teile aufgezählt, die zum Glück alle nicht so viel kosten und wir machen einen Termin in zwei Tagen aus, damit wir das auch erledigt hätten. Nach der Werkstatt geht es erneut in die Bücherei und danach wieder zum Kochen auf unseren Parkplatz in Tewantin, in der Nähe vom Hafen.

18. April:

Zum letzten Mal geht es heute an den Strand zum Surfen. Patrick und ich wollen es aber nicht dabei belassen, sondern noch etwas öfter in Australien surfen üben, daher gehen wir nach dem Kurs mit einem der Trainer mit, der gebrauchte Boards verkauft. Wir holen uns zwei Fiberglasbretter, die nochmal kürzer sind, als die, die wir im Kurs hatten. Dazu zwei Taschen und ein Trägersystem für unser Autodach. Bevor wir uns aber damit in die Wellen stürzen können müssen wir noch ein paar Schäden vorne und hinten ausbessern. Dafür gibt uns Grant auch gleich ein Reparaturkit mit. Um die Fiberglaspaste auf die kaputten Stellen zu schmieren brauchen wir aber noch ein Stück Holz oder ähnliches und daher wird erstmal eine Packung Eis gekauft. Danach geht es mal wieder in die Bücherei bevor wir kochen und schlafen gehen.

19. April:

Am letzten Tag in Noosa geht es früh raus, da wir schon um acht in der Werkstatt sein müssen. Während unser Auto repariert wird, kümmern wir uns draußen auf einer Bank um unsere Surfboards. Wir müssen einiges an Fiberglass wieder abschleifen, da die Paste in der Sonne schneller trocknet, als wir dachten. Um elf Uhr sind dann sowohl die Bretter, als auch unser Auto fertig und wir machen uns auf den Weg nach Rainbow Beach für die Besprechung unserer Fraser Island Tour. Wir sind allerdings etwas früh dran, weswegen wir erstmal etwas essen und unten um Strand duschen gehen. Zurück im “Dingo Backpackers” Hostel werden wir in unsere Gruppen eingesteilt und müssen uns ein paar Videos zur Sicherheit auf der Insel und zu den Jeeps, die wir selber fahren dürfen, anschauen. Danach wäre noch etwas Zeit um die Gruppe schonmal kennenzulernen, da die meisten aber auch schon wieder weg sind, machen wir uns auch auf den Weg und suchen uns ein Platz zum Kochen und danach eine Seitenstraße zum Schlafen.

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01 – Brisbane

  1. April:

Mittags kommen wir nach vier Stunden Flug in Brisbane an. Noch gleich am Flughafen holen wir uns eine Simkarte von Vodafone. Danach rufen wir bei der Firma an, bei der unser Auto abgestellt ist und lassen uns abholen. Wir müssen erstmal einige Zeit warten, da wir einen Tag vor Ablauf der Parkzeit ankommen und wir uns ankündigen hätten müssen. Davon wussten wir leider nichts, aber wir haben Glück, da unser Auto ganz vorne steht. Das wird dann auch erstmal ganz genau von uns inspiziert und nach deutschen Maßstäben als “totale Schrottkiste” abgestempelt. Naja … man wird sich schon dran gewöhnen! Vom Langzeitparkplatz geht es dann weiter Richtung Stadtzentrum. Recht zentral liegt unser Hostel, das sogar einen Parkplatz hat. Genau einer ist noch frei und bis wir unser Schlachtschiff eingeparkt haben vergehen gefühlte Stunden. Danach wird erstmal aufgeräumt. Der ganze Scheiß, den wir als unnötig einstufen wird rausgeworfen, und alles neu geordnet. Bis wir fertig sind ist der Tag auch schon fast wieder vorbei. Wir gehen gegenüber im Supermarkt fürs Abendessen einkaufen, kochen und schlafen dann auch schon. Bis um Mitternacht auf einmal der Feueralarm losgeht. Erstmal mächtig verwirrt wo der Lärm herkommt mag keiner so wirklich aufstehen. Doch irgendwann realisieren wir doch, dass der Alarm nicht sofort wieder aufhört und bewegen unseren Hintern raus auf die Straße. Zehn Minuten später dürfen wir wieder in unsere Zimmer. Fehlalarm!

  1. April:

Am nächsten Morgen ist nach dem Frühstück erstmal Waschen angesagt. Meine Klamotten haben das auch wieder mal dringend nötig, da die letzte richtige Wäsche schon wieder ein paar Tage zurückliegt. Nachdem alles fertig ist und zum Trocknen an der Leine hängt starten wir in Richtung Stadtzentrum. Erster Stop ist die Shoppingmeile, wo ich mir eine Mütze kaufe. Danach geht es in die Kunstgalerie und die Galerie für moderne Kunst, wo wir ein paar Stunden verbringen. Zum Abschluss noch ein kleiner Spaziergang am Brisbane River entlang durch die Southbank. Zurück im Hostel kochen wir etwas und sitzen noch gemütlich auf der Dachterasse mit Blick auf das Stadtzentrum. Um halb Elf geht es dann ins Bett. Diese Nacht ohne Feueralarm.

  1. April:

Nachdem wir morgens aus unserem Hostel auschecken wollen wir uns erstmal um die Autoversicherung kümmern. Unser Auto ist zwar schon durch die Registierung versichert, aber wir haben noch keine Haftpflichtversicherung. Doch bei der Zweigstelle der Versicherung stellt sich dann heraus, dass wir keine Versicherung abschließen können, solange das Auto uns nicht gehört. Und das gehört immer noch Philipp und Lea. Also müssen wir das Ganze verschieben. Noch länger wollen wir aber trotzdem nicht in Brisbane bleiben also geht es noch am selben Tag in Richtung Norden. Erster Stopp ist Bribie Island eine große Sandinsel. Aber ohne Jeep war das dann doch recht unspektakulär, da wir nur den Ort auf der Insel gesehen haben. Dafür gehen wir dort noch einkaufen und machen uns ein paar Sandwiches am Strand. Daraufhin fahren wir weiter Richtung Norden. Als nächstes Ziel finden wir in unserem Lonely Planet die Glasshouse Mountains. Dort wird uns im Infocenter allerdings geraten erst am nächsten Tag loszulaufen, da es bald dunkel wird. Also suchen wir uns eine Parkplatz für die Nacht und verbringen die erste Nacht in unserem Auto.

  1. April:

Morgens geht es früh aus dem Bett. Das Wetter ist nicht wirklich besonders, trotzdem entschließen wir uns auf den Mount Ngungun hochzulaufen. Nach schon einer halben Stunde sind wir oben. Normalerweise kann man von hier die anderen Glasshouse Berge sehen, bis zur Küste und zurück nach Brisbane schauen. Uns erwartet allerdings nur eine graue Suppe. Nach dem Abstieg geht es mit dem Auto weiter nach Caloundra. Wir schauen uns in strömenden Regen ein bisschen das Städtchen an, das nichts wirklich besonderes ist, kaufen ein wenig ein und versuchen dann auf einem Parkplatz Mittagessen zu machen. Das dauert ewig und wird auch nicht richtig warm, da es extrem windig ist. Wir schauen etwas den Kitesurfern im Wasser zu und suchen danach nach einem Zeitvertreib bei dem Regenwetter, wobei wir einen Lasertag-Halle etwas nördlich von Caloundra finden. (Für alle, die nicht wissen was Lasertag ist: Man läuft mit Anzügen und einem Laser durch die Gegend und versucht die Anzüge von den Gegnern mit dem Laserstrahl zu treffen.) Wir warten noch etwas, da es am Abend ein Angebot gibt, bei dem wir es etwas günstiger bekommen. Die zweieinhalb Stunden Lasertag vergehen wie im Flug und schon bald sind wir auch schon auf dem Weg nach Noosa, wo wir die Nacht verbringen.

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19 – Ende Nordinsel

  1. April:

Morgens bin ich der erste der aufsteht. Eigentlich wollte ich früh weiter, habe dann aber Tobi, Vanessa und Hanno angeboten sie ein Stück mitzunehmen. Daher geht es erst um 10 Uhr los. Zuerst zur nahegelegenen Cathedral Cove. Vom Parkplatz laufen wir ungefähr eine halbe Stunde zu dem großen, felsernen Bogen am Strand. Wir bleiben etwas am Strand, machen uns dann aber auch bald wieder zurück zum Auto, da vor mir noch ein langer Weg lag. Wieder beim Auto entschließen wir uns dazu die nächsten Tage noch zusammen zu reisen, da die anderen drei nicht wirklich wissen, was sie die nächsten Tage noch machen sollen und eigentlich auch noch in den Norden wollten, was sie aber aus Zeitgründen schon wieder verworfen hatten. Also ab sofort zu viert unterwegs! Von der Cathedral Cove nehmen wir eine Abkürzung über eine ca. 20 Kilometer lange Schotterstraße um auf die westliche Seite der Halbinsel zu kommen. Auf dem ganzen Weg begegnen uns nur zwei Autos. Ein Jeep der uns entgegenkommt und ein Auto voller Japaner, die mit 10 km/h durch die Gegend gurken und so aussehen, als hätten sie sicht verfahren. Zurück auf fester Straße machen wir dann in Thames erstmal einen Tank- und Mittagsstopp. Danach fahren wir den ganzen Weg an Auckland vorbei bis hoch nach Whangarei. Dort machen wir einen kleinen Zwischenstopp um uns einen Kauriwald und einen Wasserfall anzuschauen. Von dort geht es dann weiter zur Bay of Islands. Bis wir ankommen ist der Tag auch schon fast wieder vorbei. Wir suchen für die drei ein Hostel. Ich entscheide mich wieder dazu im Auto zu schlafen. Zur Abschluss des Tages gönnen wir uns dann noch Abendessen beim Italiener und ein kaltes Bier!

  1. April:

Ich steh morgens mal wieder mit dem Sonnenaufgang auf und fahre für einen Spaziergang zum Strand, bevor ich die anderen drei um neun vorm Hostel abhole. Die warten schon ein wenig, da sie nicht mitbekommen haben, dass die Uhr umgestellt wurde (wären wohl sonst zu spät gewesen :D). Wir bleiben bis mittags am Strand und genießen etwas die Sonne bevor wir die Fähre von Opua nach Okiato nehmen um einen anderen Teil der Bay of Islands zu erkunden. Wir sind eigentlich auf der Suche nach einem Aussichtspunkt um einen Überblick über die vielen Inseln zu bekommen, finden aber keinen richtigen. Dafür aber einen super schöne Bucht mit einem genauso schönen Strand. Hätten wir das nur davor gewusst! Denn nun müssen wir schon wieder zurück, da noch der ganze Weg bis Cape Reinga vor uns lag und ich noch vor Sonnenuntergang ankommen möchte. Den verpassen wir aber leider um eine halbe Stunde, da ich nicht beachtet hatte, dass die Sonne nun wegen der Zeitumstellung eine Stunde früher untergeht. Im dunkeln finden wir dann gerade noch die letzte Übernachtungsmöglichkeit vor Cape Reinga und nehmen alle ein Zimmer zusammen.

  1. April:

Am nächsten morgen geht es sehr früh raus. Wir haben uns dazu entschlossen den Sonnenaufgang vom Cape Reinga aus anzuschauen und so sitzen wir noch vor sechs Uhr im Auto. Bis zum Cape sind es nur noch knappe 15 Kilometer. Vom Parkplatz dann noch ein kurzer Weg bis runter zum Leuchtturm, wo wir erstmal Kaffee kochen und ein bisschen Zeit verbringen. Danach geht es wieder in Richtung Süden. Nächster Stopp sind die Te Paki Sanddünen. Hier wollten wir mal Sandsurfen ausprobieren, allerdings ist der Wagen, der die Boards verleiht noch nicht da. Also entschließen wir uns erstmal zurück zu dem kleinen Autohof, bei dem wir übernachtet haben, zu gehen und dort zu frühstücken. Dabei entdecken wir ein paar Sandboards und leihen uns eins von dort. Wir fahren ein paar Mal die steilen Dünen runter, was richtig Spaß macht, allerdings auch recht anstregend zum hochzulaufen ist, lassen noch drei andere Deutsche, die wir am Parkplatz kennengelernt haben damit fahren und machen uns dann weiter zum Ninety Mile Beach. Auch wenn es keine 90 Meilen sind ist es ein recht langer und breiter Sandstrand, der auch gleichzeitig ein offizieller Highway ist. Tempo 100 ist hier erlaubt und obwohl meine Versicherung diese Straße ausschließt kann ich es mir nicht nehmen lassen einmal mit meinem Mietwagen über den Strand zu brettern. Anfängliche Sorgen sind auch recht schnell verflogen, denn der Sand ist hart wie Beton und somit kommen wir auch ohne Steckenbleiben bis zur nächsten Ausfahrt. Die Schotterstraße zurück zur normalen Straße ist dagegen fast schon schlimmer. Von hier aus geht es jetzt weiter bis zurück nach Auckland. Wir haben ein paar Pausen unterwegs, fahren ausversehen einen kleinen Umweg und kommen dann nach einer gefühlten Endlichkeit irgendwann wieder in Auckland an. Wir haben uns das etwas kürzer vorgestellt, aber mangels Autobahn kommt man auf den kurvigen und hügeligen Straßen Neuseelands einfach nicht so schnell voran. Die letzte Nacht verbringen wir dann am Stadtrand Aucklands in einem Hostel in dem Vanessa, Tobi und Hanno am Anfang schonmal waren.

  1. April:

Viel geht an diesem Tag nicht mehr. Ich packe gemütlich meine Sachen, reinige meine Wanderschuhe und mein Zelt nochmal für Australien. Fahr dann mit dem Auto nochmal durch die Waschstraße und tanke es voll. Auf dem Laptop schaue ich mir nochmal den Weg zum Flughafen an bevor ich mich von den Hamburgern verabschiede. Irgendwie schaffe ich es mich dann aber doch noch zu verfahren und auf einmal taucht langsam das Stadtzentrum Aucklands anstatt des Flughafens vor mir auf. Aus der Ruhe wird so langsam Stress noch rechtzeitig zum Flieger zu kommen, aber nachdem ich mich bei einem Haufen Passanten durchgefragt habe, finde ich auch noch den richtigen Weg. Die Dame am Schalter vom Mietwagenverleih beruhigt mich dann, als sie meint, dass man bei den Inlandsflügen erst später einchecken muss. Und so werde ich dann etwas später gemütlich mit dem Shuttle zu meinem Terminal gefahren. Ich gebe mein Gepäck auf, mach mich schonmal auf den Weg durch alle Sicherheitskontrollen und warte dann vor meinem Gate. Kurz vor dem boarden fällt mir dann auf, dass ich vor dem falschen Gate warte, da zwei Flieger zur selben Zeit nach Christchurch fliegen. Also nochmal raus, durch alle Kontrollen durch und dann an Board des richtigen Fliegers auf dem Weg nach Christchurch. Abends in Christchurch angekommen werde ich von Patrick, Philipp und David Brauer schon erwartet. Endlich mal wieder bekannte Gesichter! David macht sich bald wieder auf den Weg da er noch etwas in Neuseeland bleibt. Phil, Patrick und ich verbringen die Nacht am Flughafen, ohne viel Schlaf und im kalten Wartebereich.

  1. April:

Früh morgens geht unser Flug nach Brisbane. Bevor wir einchecken verabschieden wir uns von Philipp, der ein paar Stunden später den Flug nach Hause antritt. Kurz nach den Sicherheitskontrollen fällt uns auf, dass wir mal wieder falsch sind. Also nochmal raus und diesmal bei den internationalen Flügen rein. In der Duty Free Zone decken wir uns dann noch mit Jim Beam für Australien ein. Kurz bevor das Boarding beginnt wird ein “Mister Kotsch” (ja das bin ich) ausgerufen. Irgendwas stimmt mit meinem Gepäck nicht. Also nochmal raus, zurück zur Gepäckaufgabe, wo mich schon eine Dame erwartet. Ich habe vergessen meinen Spirituskocher zu entleeren, der deshalb konfisziert wird. Danach wieder durch die Kontrollen und zusammen mit Patrick an Bord unseres Fliegers nach Australien.

Good Bye New Zealand!

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07 – Catlins

Von Invercargill geht es dann weiter zum nächsten Örtchen Fortrose. Wir unterhalten uns. Auf einmal hält sie mitten in der Pampa an um auf ihrem Handy nachzuschauen, ob wir schon an Fortrose vorbei sind. Danach geht es weiter. Sie fährt etwas komisch. Manchmal richtig schnell und auf einmal schleicht sie wieder durch die Gegend. Zwischendurch der ein oder andere Zwischenstopp. Sie erzählt mir, dass sie ganz viel Zeit hat und deshalb alles in Ruhe ansehen will. Ich hatte eigentlich geplant mir nur Curio Bay und den Nugget Point anzuschauen, da ich sonst jedes Mal eine neue Mitfahrgelegenheit finden hätte müssen, aber so bleibe ich einfach bei ihr. Perfekt! Es geht also erstmal zum Waipapa Point, wo ein Leuchtturm steht, um an die Opfer des größten neuseeländischen Schiffsunglücks zu gedenken und um so etwas in Zukunft zu vermeiden. Hier findet man am Strand auch einige Seelöwen und kann auch richtig nah dran und zwischen ihnen durch laufen. Nur zehn Meter Abstand und den Fluchtweg zum Meer soll man nicht blockieren. Ich näher mich ein paar Seelöwen vorsichtig und knipse einige Fotos, dann noch ein paar vom Leuchtturm – schade, dass wir nicht bei Sonnenuntergang hier waren – und laufe dann zurück zum Auto, da ich Aeta – so hieß die Chinesin – nicht mehr gesehen hatte, da sie irgendeinen Rundkurs gelaufen ist und ich sie nicht zu lange warten lassen wollte. Sie hat dann allerdings doch etwas länger gebraucht als ich und ist dann nochmal kurz zum Leuchtturm. Ich hab also noch kurz gewartet.

Vom Waipapa Point geht es dann mit dem Auto weiter. Ein Stück ins Landesinnere und dann wieder zurück an die Küste zum Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel. Auf dem zehnminütigen Weg zu den Klippen treffe ich Camille wieder, mit der ich schon bis zur Routeburn-Kreuzung getrampt bin, und die ich auch in Milford wieder kurz gesehen habe. Wir unterhalten uns aber nicht lange, da sie mit jemand anderem unterwegs ist und wir gerade bei einem Pärchen stehen, das Aeta schonmal getroffen hat. Kurze Zeit später sind wir dann bei den Klippen, die ganz nett ausschauen, ansonsten ist die einzige Attraktion hier allerdings das Schild, das einem sagt, dass man am südlichsten Punkt der Südinsel ist. Wir machen also jeder ein Foto vom anderen davor und hauen wieder ab. Ihr Auto ist nicht mehr das beste und sie meint, seit sie das letzte Mal in der Werkstatt war wurde es nur schlimmer. Bevor es los geht füllt sie nochmal etwas Öl nach. Auf dem Weg nach oben quietscht der rechte Vorderreifen. Es hört sich an, als ob ein Kiselstein irgendwo feststeckt, wir können das Problem allerdings nicht lösen. Sie versucht es also mit hektischen Lenkbewegungen nahc links und rechts. Das bringt allerdings auch nur ganz kurz was. Auf dem Weg bergab ist sie so mit der Lösung des Problems beschäftigt, dass sie viel zu schnell in die Kurve fährt. Sie versucht noch zu bremsen verliert dadurch aber auch dem Kieselweg die Kontrolle. Wir schleudern etwas und bleiben dann links in einer aufgehäuften Gras-Dreck-Wand hängen. Wir hatten Glück! Durch die Wand sind wir nämlich nicht irgendwo den Berg runtergefahren. Wir steigen beide aus und begutachten das Auto. Wir waren zum Glück nicht mehr so schnell und die Wand war recht weich, das Auto hat also nur sehr wenig darunter gelitten. Wir zum Glück gar nicht. Also ging es danach weiter. Sie wollte bei einem Farmstay – also einem Bauernhof, der auch Zeltplätze oder kleine Zimmer anbietet – auf dem Weg vom Slope Point zurück zur geteerten Straße übernachten, da es dort anscheinend sehr günstig sein soll. Ich wollte allerdings unbedingt heute noch zur Curio Bay. Es war immerhin erst kurz nach fünf und ich war nicht so begeistern mitten in der Pampa zu bleiben. Das wären allerdings wieder zehn Kilometer Fußmarsch gewesen. Und Curio Bay ist immernoch in der Pampa, also bräuchte ich dort wieder eine Mitfahrgelegenheit und da sie morgen sowieso dorthin wollte entscheide ich mich bei ihr zu bleiben. Ich schaffe es dann aber doch noch sie zu überreden auf dem Campingplatz in Curio Bay zu übernachten, da es doch nicht so günstig wie erwartet war und ich ihr ein schönes Foto vom Campingplatz aus meinem Prospekt gezeigt habe.

In Curio Bay angekommen erklärt uns der Campingplatzwart erstmal, dass es nebenan oft Pinguine zu sehen gibt und man sie am besten gegen sieben Uhr sehen kann. Den Platz können wir uns frei wählen. Die Entscheidung fällt aber gar nicht so leicht, da es hier super schön zum campen ist. Nach bestimmt einer dreiviertel Stunde haben wir uns dann für ein Plätzchen entschieden. Ich ein bisschen weiter oben als sie, da ich für eine etwas schönere Aussicht ein leichtes Gefälle in Kauf nehme. Ist ja nur für eine Nacht und was macht man nicht alles für ein Foto, dass alle Daheimgebliebenen neidisch machen könnte 😛 Viel Zeit haben wir allerdings nicht mehr, da es schon sieben war. Wir entscheiden und also die Zelte später aufzubauen und schieben uns noch schnell ein paar Scheiben Brot in den Mund. Danach laufen wir zu den Pinguinen. Die Treppe zum Strand ist nur ein paar hundert Meter vom Campingplatz entfernt. Ich gehe mit flotten Schritten voran, da die Sonne schon untergeht und das Licht schwindet, warte dann aber immer wieder auf sie. Beim Pinguinplatz dann angekommen musste ich ernüchternd feststellen, dass der einzige Pinguin, den man sehen konnte recht weit weg war und ich keine schönen Fotos machen konnte, da der Bereich in dem man sich annähern durfte durch eine gelbe Linie begrenzt war. Eine Mädchen neben mir staunt, dass ich mit meinem riesigen Objektiv nicht näher ran komme. “Das Teil ist es definitiv nicht wert. Selbst der da drüben kommt näher ran”, meint sie und zeigt auf einen Mann mit einer etwas besseren Kompaktkamera. Klar mit 1000-fachen digitalen Zoom kann ich das auch. Ich muss mir allerdings eingestehen, dass die Bilder gar nicht so schlecht aussehen. Etwas deprimiert bin ich schon fast wieder auf dem Weg zurück zum Campingplatz als ein Pärchen mich fragt, ob ich denn den Pinguin auf der rechten Seite gesehen habe. Wie noch einer? Ich also wieder runter. Tatsächlich! Und auf dieser Seite ist keine gelbe Linie, ich darf also bis zehn Meter ran. Ich kletter also etwas die Felsen runter und laufe rechts an den Klippen in einem Bogen ums Wasser rum, auf die andere Seite und näher mich langsam und vorsichtig an. Am meisten Angst hatte ich, dass er vor mir wegrennt und ich erstmal Ärger von den bestimmt 30-50 Zuschauern bekomme, die alle geduldig auf der anderen Seite warten. Nach einer halben Stunde bin ich dann ungefähr fünfzehn Meter neben ihm. Weiter trau ich mich nicht. Vor Allem, weil ich mit meiner Signalorangenen Jacke nicht gerade unauffällig bin. Ich wollte sie schon ausziehen aber das feuerwehrrote T-Shirt ist da auch nicht besser. Von der anderen Seite werde ich schon von einer Frau angeschrien, dass ich wieder zurück soll. Das interessiert mich allerdings recht wenig, da ich mich an alle Regeln halte und immer noch über zehn Meter Abstand habe. Auf einmal bewegt sich der Pinguin wieder und ich habe schon Angst, dass er abhaut. Aber ich habe Glück und er kommt sogar noch etwas näher zu mir. Ich mache etliche Fotos bis es die Dunkelheit es nicht mehr zulässt, beobachte ihn noch so einige Zeit und mache mich dann auf den Rückweg. Auf der anderen Seite werde ich von einem älteren Mann angesprochen. Wir unterhalten uns etwas, ich zeige ihm ein paar der Fotos und werde gefragt, ob ich ihm eins zuschicken kann. Am Campingplatz wird dann erstmal mit der Taschenlampe – doof, dass ich keine Stirnlampe habe – das Zelt aufgebaut. Eigentlich wollte ich noch ein paar Fotos in der Nacht machen, aber es war leider nicht mehr so klar. Ich wollte es am nächsten Morgen nochmal vor und zum Sonnenaufgang versuchen, stell mir den Wecker auf 6 Uhr. Allerdings sieht es am nächsten Tag noch grauer aus.

Nach dem Frühstück beobachte ich noch etwas das Meer bis Aeta bereit ist, da man hier ab und zu im Sommer auch Delphine sehen kann. Anscheinend haben am Morgen ein paar Gäste welche gesehen, ich hab allerdings kein Glück. Von Curio Bay geht es weiter zu den Mc Lean Fällen. Kurz nach dem Campingplatz picken wir André auf. Ein französischer Backpacker, der nur mit einem Tagerucksack unterwegs ist und nur mit einem Schlafsack im Busch schläft. Das hat mich schon ein wenig fasziniert, da ich mit meinem fetten Rucksack etwas mehr zu schleppen habe. Kurze Zeit später müssen wir wieder anhalten, da irgendetwas komische Geräusche macht und das Auto extrem stinkt. Ein Plastikteil, das die Karosserie vorne unten abschließt, hat sich als Spätfolge unseres Crashes am Vortag gelöst und schliff am Reifen. Ich versuche es mit meinem Panzertape zu fixieren und somit geht es auch bald wieder weiter. Auf dem Weg halten wir bei den Niagara Fällen an. Ein kleiner neuseeländischer Scherz, da es sich dabei nur um eine kleine Stufe in einem Bach handelt. Es lag immerhin auf dem Weg. Von dort geht es dann weiter zu den Mc Lean Fällen die etwas abseits der Straße, dafür aber um einiges größer und schöner sind. Etwas später halten wir auch schon wieder bei einem kleinen See an. Aeta hat mal wieder so gut wie alles auf dem Weg angekreuzt, das sie gerne sehen möchte. André möchte etwas schneller vorankommen und ich bin auch schon wieder am überlegen, ob ich nicht auch weiter soll, allerdings entscheide ich mich dann doch bei ihr zu bleiben. Die Gemütlichkeit, in der sie sich alles anschaut tut mir ganz gut und ich habe jede Menge Zeit. Der See war nicht sehr spektakulär und deshalb sind wir auch eine halbe Stunde später wieder auf der Straße nach Papatowai. André hat anscheinend schon wieder eine Mitfahrgelegenheit gefunden. Er war auf jeden Fall nicht mehr auf der Straße. Wir wollten uns noch die Kathedralen Höhlen anschauen, allerdings kann man die erst abends bei Ebbe betreten, daher beschließen wir uns schonmal den Campingplatz in Papatowai anzuschauen. Wir bauen allerdings noch kein Zelt auf, sondern machen nur Pause um flexibel zu bleiben. Ich geh in der Zwischenzeit eine Runde joggen, treffe am Ende noch zwei Radler, die ich schon in Curio Bay gesehen habe und auf der Suche nach einer Dusche waren. Auf dem Campingplatz gibt es allerdings keine, da es ein recht einfacher vom DOC war. Ich biete ihnen also meine Wassersackdusche an, nachdem ich mit duschen fertig war, von der sie total begeistert sind, auch wenn es etwas kalt war.

Nach der Dusche gehe ich noch schnell ins Motel vor dem Campingplatz, das einen kleinen Grocery Store hatte und kaufe mir Spaghetti um den Vorrat aufzufüllen und eine Meat Pie als Mittagessen. Danach geht es zurück zu den Cathedral Caves, mit denen wir dann allerdings auch nach einer Stunde fertig sind, also entschließen wir uns noch zu den nächsten Wasserfällen zu fahren und einen anderen Campingplatz an der Purakaunui Bay aufzusuchen. Auf dem Weg von den Fällen zum Campingplatz hält sie mal wieder mitten auf der Straße an, da sie sich nicht sicher ist, ob wir noch richtig sind. Es ging allerdings keine Straße ab. Sie schaut wieder auf ihr Handy und möchte umdrehen. Ich vergleiche es nochmal mit der Karte und sag ihr, dass sie weiter fahren soll, da wir noch richtig sind. Sie glaubt mir dieses Mal und somit kommen wir nach einiger Zeit doch noch zur Abzweigung zum Campingplatz. Ab Campingplatz schlagen wir dann unsere Zelte auf und kochen zusammen Nudeln. Danach geht es ins Bett.

Am nächsten Morgen geht es dann weiter. Das einzige Ziel, dass noch auf unserer Liste steht ist der Nugget Point. Auf dem Weg dorthin schaut Aeta sich noch eine Jugenherberge in Owaka an, da sie hierher zurückkommen wollte um dort zu übernachten. Die schaut allerdings nicht so einladend aus und somit verwirft sie den Plan wieder. Es geht weiter zum Nugget Point, der nach den Felsen im Meer, die wie Goldnuggets aussehen, benannt ist. Wir halten davor nochmal bei einem Pinguinversteck, sind dafür allerdings zu früh und wollen nicht so lange warten, da das Wetter nicht so toll ist. Am Nugget Point laufen wir dann zum Leuchtturm. Auf dem Weg dorthin kommt uns eine Gruppe entgegen, die auf einmal anhaltet, da jemand unten bei den Felsen einen Pinguin entdeckt. Ich frage ein Mädchen der Gruppe, ob sie schon in Curio Bay waren, da man die Pinguine dort sehr gut sehen kann und wir unterhalten uns ein bisschen, bevor sie wieder zurück zum Auto müssen. Wir laufen dann das letzte Stück zum Leuchtturm, machen ein paar Fotos und uns dann wieder auf den Weg zum Auto. Als ich mich auf den Rücksitz setze sehe ich einen komischen Zettel hinter dem Scheibenwischer kleben und bin etwas verwirrt darüber. Ich steig also wieder aus um mir das Ding anzuschauen. Es war eine Nachricht von dem Mädchen, dass ich anrufen soll, wenn ich in Dunedin ankomme. Ich freue mich wirklich extrem darüber. Jetzt kenne ich schon zwei Personen in Dunedin.

Vom Nugget Point geht es dann weiter nach Balclutha. Dort setzt Aeta mich dann ab, da sie heute noch weiter in Richtung Queenstown will, um nach dem Wochenende ihr Auto zu reparieren. Ich suche den Zeltplatz, geh im Supermarkt etwas einkaufen und werde auf dem Rückweg von einem Mann angesprochen, der Früchte aus seinem Auto verkauft. Wir unterhalten uns etwas und er schenkt mir eine Tüte Kirschen. Er kommt eigentlich aus Vietnam und und ist dort Lektor an der Universität, möchte aber lieber in Neuseeland leben und seine Kinder hier aufziehen und macht deshalb diesen Job. Bevor er wieder nach Hause fährt kaufe ich ihm noch ein paar Pflaumen ab und wünsche ihm alles Gute. Ich hole davor allerdings noch schnell meine Kamera, da ich unbedingt ein Foto von ihm wollte. Danach bring ich meine Einkäufe zum Zelt und geh erstmal eine Runde joggen. Da ich etwas mehr eingekauft habe gibt es seit langem mal wieder Reis mit süß-saurer Soße, den es am morgen auch zum Frühstück gibt, weil so viel übrig war.

Am nächten Tag möchte ich dann weiter nach Dunedin. Mein Zelt muss ich leider nass einpacken, da ich es geschafft habe es so aufzustellen, dass es an beiden Enden noch genau 20 Zentimeter im Schatten steht. Danach geht es erstmal fast eine Dreiviertelstunde zum anderen Ortsausgang von wo ich nach Dunedin weiter will. Ich denke nicht, dass ich lange warten muss, da hier viel Verkehr durchgeht und behalte recht. Nach wieder einmal weniger als einer halben Stunde hält ein älteres Paar an und ich steige ein. Ab nach Dunedin!

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