- März:
Am Morgen geht es früh raus. Nach dem Frühstück packe ich mein noch nasses Zelt zusammen und mache mich auf den Weg zum Infocenter. Von dort geht es dann mit dem Bus nach Marahau. Von dort starte ich gegen zehn Uhr den Abel Tasman Coastal Track. Anfangs geht es über ein paar Holzlaufwege, danach direkt an der Küste entlang. Anfangs eher moderat, später geht es dann auch mal etwas den Berg hoch. Nach ungefähr zwölf Kilometern teilt sich der Weg. Beide Wege führen an mein heutiges Tagesziel, einen davon kann man aber nur bei Ebbe nehmen, deshalb muss ich den Flut-Umweg nehmen. Doch davor gibt es erstmal etwas Vesper. Danach geht es Barfuß weiter, da die Schuhe und Wandersocken die gefühlten tausend Insektenstiche an meinen Füßen aufreiben. Von hier lauf ich nicht weit bis ich zu einer weiteren Abzweigung zu Cleopatras Pool komme. Da es nicht weit ist, will ich mir das auf jeden Fall anschauen. Nach etwas einer viertel Stunde bin ich auch schon da. Mich erwartet ein kleiner, natürlicher Felspool. Ich mache hier etwas länger Pause und lasse die Füße etwas im Wasser baumeln, bevor ich mich wieder auf den Weg mache. Danach geht weiter über den “Flut-Umweg”. Von hier sehe ich schon, dass das Wasser zurückgeht. Irgendwann biege ich nach rechts ab und laufe durch das Watt. Als ich nach eineinhalb Kilometern auf der anderen Seite ankomme, merke ich, dass ich einfach den Ebbe-Weg zurückgenommen habe und daher falsch bin. Ich laufe also wieder zurück durchs Watt, noch ein paar Berge hoch und durch ein paar Buchten und komme dann abends bei meinem Campingplatz in der Bark Bay an. Ich schlage mein Zelt auf, mache Abendessen und geselle mich zu ein paar Anderen an eine Feuerstelle, wo wir ein kleines Lagerfeuer machen. Nach ein paar Unterhaltungen geht es dann zurück ins Zelt, wo der warme Schlafsack wartet.
- März:
Als ich am nächsten Tag aufwache lasse ich es erstmal gemütlich angehen. Ich mache mir etwas frühstück und setze mich dann an den Strand und schaue zu, wie immer wieder Wassertaxis ankommen und Leute absetzen oder aufgabeln. Nach einiger Zeit in der Sonne geht es dann nachmittags gegen zwei Uhr los. Von hier geht es wieder über einen Hügel in die nächste Bucht am Strand entlang und ganz am Ende durch einen kleinen Fluss. Der wird bei Flut vom Meer vollgespült und ist dann brusttief, daher habe ich den ganzen mittag über beim Campingplatz gewartet. Danach geht es weiter bis zum Awaroa Inlet. Hier muss ich auch auf die Gezeiten achten, da man hier nur eineinhalb Stunden vor und nach Flut durchkommt. Ansonsten ist der ganze Weg überflutet und diesmal ist der etwas länger als nur der kleine Fluss. Und trotz Ebbe steht man hier ab und zu knietief im Wasser. Nach der Querung geht es noch etwas am Track entlang, bis ich bei meinem zweiten und letzten Campingplatz ankomme. Es ist schon spät und meine Füße tuen weh. Ich schlage mein Zelt auf, mache mir ein einfaches Abendessen und gehe dann auch schon ins Bett, da ich am nächsten Morgen meinen Bus erwischen muss.
- März:
Von meinem Campingplatz geht es dann noch einmal über den Strand und einen Hügel hoch. Nach etwa einer Stunde bin ich am Ende vom Track und werde um zehn Uhr vom Bus abgeholt, der mich nach Takaka bringt. Die Straße ist kurvig, eng und aus Schotter und der Busfahrer heizt mit seinem Zwölfsitzer ordentlich um die Ecken. unterwegs gabeln wir nochmal Leute auf. Drei davon haben nicht reserviert und versuchen es spontant, da wir aber nur noch zwei Plätze frei haben, sitz eine auf dem Boden. Zum Glück haben wir den schlimmsten Part hinter uns, denn die Straße wird wieder befestigt. In Takaka werde ich beim Infocenter rausgelassen. Dort informiere ich mich nochmal kurz. Für den Strand im Norden zu dem ich wollte habe ich wohl zu wenig Zeit, daher entscheide ich mich zu den Pupu Springs zu trampen. Ich laufe also Richtung Ortsausgang und nehme noch einen kleinen lokalen Markt und dort einen leckeren Crepe mit. Schon auf dem Weg zum Ortsausgang werde ich von einem Neuseeländer mitgenommen. Er muss zur nächsten Ortschaft, meint dass es nicht weit zu den Quellen ist und fährt mich extra hin, obwohl es nicht auf seinem Weg lag. Vom Parkplatz geht über einen Fluss den kurzen Weg zu den Quellen. Über einen Spiegel kann man durch das Wasser über den Boden sehen, der nicht zu Enden scheint. Die Quellen sind die zweitklarsten der Welt. Die klarsten liegen in der Antartik. Leider konnte man das nicht so gut festhalten, da das Wasser so gespiegelt hat. Nach einiger Zeit geht es zurück zum Parkplatz von dort will ich dann zurück zur Straße laufen und werde schon auf dem Weg dorthin vom zweiten Auto von zwei Deutschen bis nach Motueka mitgenommen. Von der Ortsmitte muss ich dann wieder zum Ortsausgang, was hier als recht lange dauern kann, da die Ortschaften immer an der Straße entlang gebaut sind. Am Ortsausgang warte ich dann einige Zeit bis ich nach etwa einer Stunde wieder von einem Neuseeländer bis nach Nelson mitgenommen werde. Er wohnt allerdings am Stadtrand und daher muss ich die letzten fünf Kilometer laufen. Ich wollte eigentlich beim Paradiso Hostel übernachten, aber die waren schon ausgebucht. War auch irgendwie zu erwarten bei kostenloser Suppe, Frühstück, Sauna und Pool. Daher nehm ich mir ein Zimmer in der Jugendherberge, die auch noch teurer ist. Hier treffe ich mich später nochmal mit Alex, der mit ein paar Freunden morgen zum Abel Tasman Track aufbricht. Abends buche ich noch meine Fähre von Picton nach Wellington und meinen Flug von Auckland zurück nach Christchurch. Wäre das schonmal erledigt!!















