02 – Bericht Queenstown

Der nächste Tag beginnt wieder um 8 Uhr. Ich frühstücke mit Daniel, der danach weiter Richtung Dunedin fährt, da er sich Queenstown zu touristisch vorstellt. Die Mädels schlafen noch. Ich nutze die Zeit also und räum schonmal auf und packe mein Zelt zusammen. Um 10 Uhr geht es dann Richtung Queenstown weiter. Dort nehmen wir uns einen Zeltplatz für 3 Nächte. Nachdem wir etwas Zeit in der Sonne auf dem Campingplatz verbracht haben gehen wir zusammen in die Stadt. Unsere Wege trennen sich aber auch bald wieder, da die Zwei nur zum Bungy-Laden und danach direkt an den Strand wollen. Ich entschließe mich dazu mir Queenstown etwas genauer anzuschauen. Jede Menge Läden gibt es hier. Mc Donalds, KFC, Starbucks, gefühlte Tausend Touristenläden, die Bungyjumping, Skydiving oder irgendwelche Touren anbieten, kleine Ramschläden, die Postkarten und Souvenirs verkaufen, einige Modeläden und Unmengen an Bars und Restaurants. Und das alles bei einer Größe von gerade einmal 18 000 Einwohnern. Hier lebt alles vom Tourismus. Queenstown ist bekannt als DIE Action- und Nightlifestadt. Am Abend hol ich meine Kamera um ein paar Fotos vom Sonnenuntergang zu machen. Als ich um 21 Uhr zurückkomme sind die Mädels schon wieder unterwegs. Ich laufe nochmal durch die Stadt, aber da ich keinen Club, sondern nur Bars finde, entschließe ich mich dazu ins Bett zu gehen.

Am nächsten Morgen gehts wieder früh raus. Nach dem Frühstück leihe ich mir ein Fahrrad aus um etwas um den See zu fahren. Für Downhiller haben sie hier einen Bikepark auf dem Berg und eine Gondel, die hoch fährt. Als ich erwähn, dass ich vielleicht mal hochfahren, wollen sie mir beim Fahrradverleih undbedingt ein Fully aufschwätzen. Ich bleib allerdings beim Hardtail und entscheide mich etwas am See entlang zu fahren. Bis zum ersten Track muss ich allerdings auf die Straße. Nicht so gemütlich wie in Wanaka. Dann geht es eine Viertelstunde den Wanderweg entlang und danach wieder auf die Straße. Eigentlich wollte ich eine Tour um einen anderen, kleineren See machen, aber ich hab keine Lust mehr auf die Straße, also biege ich zum 7-Mile-Bikepark ab. Ich schau mir kurz die Karte an und entschließe mich mal nur den einfachen Uphill-Weg abzufahren um dann auf der anderen Seite wieder zu Straße zurückzukehren. Leider biege ich irgendwo falsch ab und lande anscheinend auf einem der schwereren Downhilltracks. Bergaufwärts fahren ist hier unmöglich und so schiebe ich recht viel, verfluche den Bikepark und die schlechte Ausschilderung. Irgendwann komm ich wieder zu einem kleinen Treffpunkt an dem auch wieder eine Karte stand und so finde ich auch wieder aus dem Park raus. Auf der anderen Seite geht es dann weiter zu Bobs Cove. Auch hier finde ich den Weg nicht sofort, da der Eingang hinter einem Campingplatz liegt, aber mir wurde dann weiter geholfen 😀 Dort fahr ich dann einen netten Track, muss dennoch ein paar Mal absteigen, da es unmöglich ist die Felsblöcke oder die hohe Stufe zu einer Brücke hochzukommen. Dennoch hab ich hier mehr Spaß, treff sogar einen anderen Biker. Auf der Straße gehts dann wieder zurück zum Bikepark. Ich entschließe mich nochmal durchzufahren und les mir nochmal die Infotafel am Eingang genau durch. Ich finde diesmal problemlos meinen Weg, da ich das System jetzt verstanden habe und fahre auch einen der Downhilltracks. Soviel zur schlechten Beschilderung! 😀 Ich fahr danach zurück nach Queenstown, gib mein Fahrrad zurück und lauf mal wieder etwas durch den Ort und am Supermarkt vorbei. Ich nutze die Zeit und geh mal wieder zum Friseur. Das war auch mal wieder dringend nötig! Am Abend geh ich mit den Mädels dann noch einen Kaffee trinken, die danach aber auch ins Bett gehen, da sie morgen eine Tagestour nach Milford machen und immer noch kaputt von der Nacht waren. Ich also wieder allein, entschließe mich heute doch mal einen Blick in die “World Bar” zu werfen und bleibe dann dort, da es dort immerhin eine kleine Tanzfläche und Musik vom DJ gibt. Dort verbringe ich dann den Abend, lern ein paar Deutsche kennen (wie sollte es auch anders sein), bleibe dann aber doch nicht bis zum Schluss, da mir die Musik irgendwann auf die Nerven ging.

Der nächste Tag ist recht gemütlich. Ich schlaf erstmal etwas aus und überlege mir, ob ich vielleicht doch noch Bungyspringen soll. Aber irgendwie ist es mir das Geld nicht wert, und da ich im Reisebüro hier erfahren hab, dass es im Norden der Insel etwas günstiger ist Fallschirm zu springen, entscheide ich mich dafür, falls ich noch in den Norden komme. Danach passiert nicht mehr viel. Ich lauf etwas durch den Park, trink einen Kaffee und gönn mir ein Eis. Außerdem schau ich nochmal im DOC vorbei um mich über die Wanderwege hier zu informieren und kauf mir dann ein Ticket um auf dem Caples-Track, einem Zwei-Tages-Wanderweg, zu übernachten. Am Abend lauf ich dann doch noch den kleinen Berg (450 Höhenmeter) hoch, um die Aussicht auf Queenstown zu genießen und ein paar Fotos zu machen. Ich brauch etwa eine Stunde hoch. Eigentlich hatte ich gehofft ein paar Leuten beim Bungyspringen zuschauen zu können, aber die hatten dann doch schon zu. Ich warte bis zum Sonnenuntergang und laufe danach im Dunkeln wieder durch den Wald den Berg runter. Und geh kurz darauf ins Bett.

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