19 – Ende Nordinsel

  1. April:

Morgens bin ich der erste der aufsteht. Eigentlich wollte ich früh weiter, habe dann aber Tobi, Vanessa und Hanno angeboten sie ein Stück mitzunehmen. Daher geht es erst um 10 Uhr los. Zuerst zur nahegelegenen Cathedral Cove. Vom Parkplatz laufen wir ungefähr eine halbe Stunde zu dem großen, felsernen Bogen am Strand. Wir bleiben etwas am Strand, machen uns dann aber auch bald wieder zurück zum Auto, da vor mir noch ein langer Weg lag. Wieder beim Auto entschließen wir uns dazu die nächsten Tage noch zusammen zu reisen, da die anderen drei nicht wirklich wissen, was sie die nächsten Tage noch machen sollen und eigentlich auch noch in den Norden wollten, was sie aber aus Zeitgründen schon wieder verworfen hatten. Also ab sofort zu viert unterwegs! Von der Cathedral Cove nehmen wir eine Abkürzung über eine ca. 20 Kilometer lange Schotterstraße um auf die westliche Seite der Halbinsel zu kommen. Auf dem ganzen Weg begegnen uns nur zwei Autos. Ein Jeep der uns entgegenkommt und ein Auto voller Japaner, die mit 10 km/h durch die Gegend gurken und so aussehen, als hätten sie sicht verfahren. Zurück auf fester Straße machen wir dann in Thames erstmal einen Tank- und Mittagsstopp. Danach fahren wir den ganzen Weg an Auckland vorbei bis hoch nach Whangarei. Dort machen wir einen kleinen Zwischenstopp um uns einen Kauriwald und einen Wasserfall anzuschauen. Von dort geht es dann weiter zur Bay of Islands. Bis wir ankommen ist der Tag auch schon fast wieder vorbei. Wir suchen für die drei ein Hostel. Ich entscheide mich wieder dazu im Auto zu schlafen. Zur Abschluss des Tages gönnen wir uns dann noch Abendessen beim Italiener und ein kaltes Bier!

  1. April:

Ich steh morgens mal wieder mit dem Sonnenaufgang auf und fahre für einen Spaziergang zum Strand, bevor ich die anderen drei um neun vorm Hostel abhole. Die warten schon ein wenig, da sie nicht mitbekommen haben, dass die Uhr umgestellt wurde (wären wohl sonst zu spät gewesen :D). Wir bleiben bis mittags am Strand und genießen etwas die Sonne bevor wir die Fähre von Opua nach Okiato nehmen um einen anderen Teil der Bay of Islands zu erkunden. Wir sind eigentlich auf der Suche nach einem Aussichtspunkt um einen Überblick über die vielen Inseln zu bekommen, finden aber keinen richtigen. Dafür aber einen super schöne Bucht mit einem genauso schönen Strand. Hätten wir das nur davor gewusst! Denn nun müssen wir schon wieder zurück, da noch der ganze Weg bis Cape Reinga vor uns lag und ich noch vor Sonnenuntergang ankommen möchte. Den verpassen wir aber leider um eine halbe Stunde, da ich nicht beachtet hatte, dass die Sonne nun wegen der Zeitumstellung eine Stunde früher untergeht. Im dunkeln finden wir dann gerade noch die letzte Übernachtungsmöglichkeit vor Cape Reinga und nehmen alle ein Zimmer zusammen.

  1. April:

Am nächsten morgen geht es sehr früh raus. Wir haben uns dazu entschlossen den Sonnenaufgang vom Cape Reinga aus anzuschauen und so sitzen wir noch vor sechs Uhr im Auto. Bis zum Cape sind es nur noch knappe 15 Kilometer. Vom Parkplatz dann noch ein kurzer Weg bis runter zum Leuchtturm, wo wir erstmal Kaffee kochen und ein bisschen Zeit verbringen. Danach geht es wieder in Richtung Süden. Nächster Stopp sind die Te Paki Sanddünen. Hier wollten wir mal Sandsurfen ausprobieren, allerdings ist der Wagen, der die Boards verleiht noch nicht da. Also entschließen wir uns erstmal zurück zu dem kleinen Autohof, bei dem wir übernachtet haben, zu gehen und dort zu frühstücken. Dabei entdecken wir ein paar Sandboards und leihen uns eins von dort. Wir fahren ein paar Mal die steilen Dünen runter, was richtig Spaß macht, allerdings auch recht anstregend zum hochzulaufen ist, lassen noch drei andere Deutsche, die wir am Parkplatz kennengelernt haben damit fahren und machen uns dann weiter zum Ninety Mile Beach. Auch wenn es keine 90 Meilen sind ist es ein recht langer und breiter Sandstrand, der auch gleichzeitig ein offizieller Highway ist. Tempo 100 ist hier erlaubt und obwohl meine Versicherung diese Straße ausschließt kann ich es mir nicht nehmen lassen einmal mit meinem Mietwagen über den Strand zu brettern. Anfängliche Sorgen sind auch recht schnell verflogen, denn der Sand ist hart wie Beton und somit kommen wir auch ohne Steckenbleiben bis zur nächsten Ausfahrt. Die Schotterstraße zurück zur normalen Straße ist dagegen fast schon schlimmer. Von hier aus geht es jetzt weiter bis zurück nach Auckland. Wir haben ein paar Pausen unterwegs, fahren ausversehen einen kleinen Umweg und kommen dann nach einer gefühlten Endlichkeit irgendwann wieder in Auckland an. Wir haben uns das etwas kürzer vorgestellt, aber mangels Autobahn kommt man auf den kurvigen und hügeligen Straßen Neuseelands einfach nicht so schnell voran. Die letzte Nacht verbringen wir dann am Stadtrand Aucklands in einem Hostel in dem Vanessa, Tobi und Hanno am Anfang schonmal waren.

  1. April:

Viel geht an diesem Tag nicht mehr. Ich packe gemütlich meine Sachen, reinige meine Wanderschuhe und mein Zelt nochmal für Australien. Fahr dann mit dem Auto nochmal durch die Waschstraße und tanke es voll. Auf dem Laptop schaue ich mir nochmal den Weg zum Flughafen an bevor ich mich von den Hamburgern verabschiede. Irgendwie schaffe ich es mich dann aber doch noch zu verfahren und auf einmal taucht langsam das Stadtzentrum Aucklands anstatt des Flughafens vor mir auf. Aus der Ruhe wird so langsam Stress noch rechtzeitig zum Flieger zu kommen, aber nachdem ich mich bei einem Haufen Passanten durchgefragt habe, finde ich auch noch den richtigen Weg. Die Dame am Schalter vom Mietwagenverleih beruhigt mich dann, als sie meint, dass man bei den Inlandsflügen erst später einchecken muss. Und so werde ich dann etwas später gemütlich mit dem Shuttle zu meinem Terminal gefahren. Ich gebe mein Gepäck auf, mach mich schonmal auf den Weg durch alle Sicherheitskontrollen und warte dann vor meinem Gate. Kurz vor dem boarden fällt mir dann auf, dass ich vor dem falschen Gate warte, da zwei Flieger zur selben Zeit nach Christchurch fliegen. Also nochmal raus, durch alle Kontrollen durch und dann an Board des richtigen Fliegers auf dem Weg nach Christchurch. Abends in Christchurch angekommen werde ich von Patrick, Philipp und David Brauer schon erwartet. Endlich mal wieder bekannte Gesichter! David macht sich bald wieder auf den Weg da er noch etwas in Neuseeland bleibt. Phil, Patrick und ich verbringen die Nacht am Flughafen, ohne viel Schlaf und im kalten Wartebereich.

  1. April:

Früh morgens geht unser Flug nach Brisbane. Bevor wir einchecken verabschieden wir uns von Philipp, der ein paar Stunden später den Flug nach Hause antritt. Kurz nach den Sicherheitskontrollen fällt uns auf, dass wir mal wieder falsch sind. Also nochmal raus und diesmal bei den internationalen Flügen rein. In der Duty Free Zone decken wir uns dann noch mit Jim Beam für Australien ein. Kurz bevor das Boarding beginnt wird ein “Mister Kotsch” (ja das bin ich) ausgerufen. Irgendwas stimmt mit meinem Gepäck nicht. Also nochmal raus, zurück zur Gepäckaufgabe, wo mich schon eine Dame erwartet. Ich habe vergessen meinen Spirituskocher zu entleeren, der deshalb konfisziert wird. Danach wieder durch die Kontrollen und zusammen mit Patrick an Bord unseres Fliegers nach Australien.

Good Bye New Zealand!

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